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die Kunsthalle Villa Kobe präsentiert:

Lust und Begehren

Ausstellungszeitraum
27.05. bis 27.06.2010
Vernissage
27.05. um 19 Uhr
Finissage
-
Pressetermin
 
Öffnungszeiten
Do bis So 14 bis 19 Uhr
...weitere auf Anfrage
Eintritt
3 Euro
2 Euro ermäßigt

Zur Vernissage reden:
Dr. Jens-Holger Göttner (Vorstand KUNST HALLE e. V.)
Katja Pausch liest Rede von T.O.Immisch (Kurator)

Lust und Begehren
Mit dieser Ausstellung setzt der Kunst Halle e. V. seine Reihe zum Thema Erotik, die im letzten Jahr mit der Ausstellung „Sieben skurrile erotische Geschichten“ von Peru John startete, in der Villa Kobe fort.

Das Thema ist nicht nur ein immer wieder kehrendes der sozialen Auseinandersetzung, sondern auch immer wieder Thema der Fotografen gewesen. Die Ausstellung ist insoweit eine Zeitreise durch die Fotografie, als auch ein Querschnitt bekannter und berühmter Fotografen wie Lucien Clerque, Olivier Christinat, Herbert Döring-Spengler, Hermann Försterling, Thomas Karsten, Peter Langner, Kurt Reichert, Günter Rössler, Karin Szekessy, Gerhard Vormwald.

Lust und Begehren als menschliche Komponente hat nicht nur die Fotografen, sondern auch die Philosophen inspiriert. Der französische Philosoph, Gilles Deleuze, der von 1925 bis 1995 in Paris lebte und dessen Werken nachträglich als philosophische Begründung für die Studentenrevolten der 60er Jahre und der damit verbundenen sexuellen Befreiung betrachtet werden, hat von der phallischen Struktur der Kultur gesprochen, die sich in der Lust und im Begehren in vielfältiger Art und Weise zeigt.

Lust und Begehren, Sex und Ekstase enthalten immer auch anarchische und gewaltsame Aspekte, die durch politische und gesellschaftliche Prozesse einem stetigen Wandel unterliegen. Die heutigen Verhältnisse sind auch als Reaktion auf die sexuelle Revolution zu verstehen. Manch einer mag sich durch die befreite Sexualität überfordert fühlen oder sich gar vom Zwang zur Freiheit lösen wollen.

Lust und Begehren als Teil der Umwelt, als Teil des Menschen selbst, dies als Einheit zu spüren und in sich selbst zu ruhen, ist durchaus auch eine Antwort auf diesen Diskurs.

All diese Spannungsfelder spiegeln sich in den Bildern der Ausstellung wider.

Ein besonderer Dank gilt dem Kamera- und Fotomuseum Leipzig, Kerstin Langner und Andreas J. Mueller, auf deren Erfahrensschatz und deren Bilder der Kunst Halle e. V. zugreifen durfte.

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